Einleitung Desertifikation

 

Desertifikation ist die Landverödung in trockenen Gebieten infolge verschiedener Faktoren, einschliesschlich Klimaschwankungen und menschliche Tätigkeiten.

 



Beispiel bei der Sahelzone und beim Aralsee

 

Sahelzone:

Es gibt verschiedene Faktoren die zu einer Desertifikation führen: Als erstes gibt es natürliche Ursachen. Geringe Niederschlagsmengen, Starke Verdunstung und eine grosse Schwankung der Regenzeiten führt in der Sahelzone zu Dürreperioden, welche schliesslich zur Bodenerosion führt. Nebstdem ist der Bevölkerungswachstum ein grosses Problem. Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln steigt und die Ackerfläche ist limitiert. Die Nomaden besitzen immer mehr Nutztiere (Nahrungsmittel / Statussymbol). Diese fressen und zertrampeln die Vegetation. Dadurch hat der Boden keine schützende Schicht, welche den Boden vor der starken Sonneneinstrahlung schützt. Dies führt auch zu einer Bodenerosion. Ausserdem wird die Ackerfläche übernutzt, da die Ackerflächen immer mehr abnehmen und die Bevölkerung aber zunimmt. Dadurch hat der Boden zu kurze Erholungszeiten und verliert somit seine Nährstoffe. Dies führt wiederum zu einer Bodenerosion. Durch die Bodenerosion verliert man nährstoffreiche Böden, welche vor allem in Afrika sehr wertvoll sind. Dadurch vergrössert sich die Wüste und die Ernteerträge werden kleiner. Dies führt schliesslich zu Hungersnöten und Armut.

 

Aralsee:

Ab den 1960er-Jahren liess die Regierung der ehemaligen Sowjetunion die beiden Hauptflüssen in die umliegenden Trockengebiete umleiten, um dort Reis- und Baumwollfelder zu bewässern. Momentan verliert der Aralsee viel Wasser, da die zwei Hauptflüsse nicht mehr, wie früher, genügend Wasser in den See bringen. Ausserdem finden immer mehr Dürreperioden statt, welche die Verdunstung des Aralsees beschleunigen. Der Bevölkerungswachstum ist auch ein Problem, da auch dort die Agrarfläche sehr deutlich begrenzt ist, sodass Menschen auswandern müssen. Die Folgen dieser Katastrophe sind: Die Fische starben ab und somit mussten Fischer auswandern und Industrien schliessen, da der Salzgehalt im See stark zugenommen hat. Zusätzlich ist der Salzgehalt auch im Boden um den Aralsee sehr hoch, sodass keine Pflanzen wachsen können.